Dienstag, 13. September 2016

Rezension: Die Traumtaucher von Alesia Fridman


als eBook erhältlich für 3,99 EUR



Der Inhalt:

 

Der Wirtschaftsspion Alexej ist ein kalter Agent, der niemanden in sein Herz lässt. Bis plötzlich Sarah auftaucht, sie geht ihm durch und durch. Wider aller Umstände lässt er sich auf sie ein. Doch eines Tages erfährt er, dass er selbst ermordet werden wird. Er wird entführt und wacht in Australien auf bei den Aborigines. Er wird der weiße Wolf dort genannt und hat eine große Aufgabe: er soll die australischen Ureinwohner in ein neues Zeitalter führen, ein Zeitalter in dem sie frei sein können. In ihm sitzt der Verdacht tief, dass es Sarah war, die ihm das Leben gerettet und gleichzeitig genommen hat.



Das Cover:

 

Das Cover ist der Hammer, obwohl es ein Selfpublisherbuch ist, sieht das Cover sehr professionell aus. Falls es das Buch irgendwann in Print zu kaufen  geben wird, werde ich es mir wahrscheinlich zulegen, weil mir das Cover so gut gefällt. Das Thema Australien und ihre Ureinwohner fand ich schon immer interessant, es ist ein Gebiet, über das man sehr wenig weiß, das Cover hätte mich auch sofort neugierig gemacht.



Der Stil und die Story:

 

Ein bildgewaltiger Schreibstil entführt den Leser sofort nach Australien in die Welt der Aborigines. Dadurch, dass der Protagonist selbst verwundert über die Sitten und Gebräuche der Ureinwohner ist, kommt man gut als Leser hinterher. Die Autorin fängt das Wesen der Ureinwohner auf bezaubernde Weise authentisch ein. Es gab keine Fragen, die für mich offen geblieben sind, was den kulturellen Inhalt angeht, war der Input optimal. Es wurde nie langweilig, sowohl die Geschichte als auch die Informationen dahinter waren sehr interessant. Die Geschichte ist überwiegend aus der Perspektive von Alexej geschrieben, selten gibt es auch Perspektivenwechsel , diese kommen jedoch erst später, wenn man bereits mit den Figuren vertraut ist und sie kündigen sich an, sodass es nicht zu Verwirrungen kommt. Gefühle, Gedanken und Handlungen werden detailiert und spannend geschildert, das gesamte Buch ist ein Erlebnis in jedem Bereich. 

Durch die authentische Handlung und dem enormen Input, den der Leser erhält, bekommt man den Eindruck, dass es sich hier um ein sehr gut recherchiertes Buch handelt, das mit viel Passion geschrieben wurde. In letzter Zeit hatte ich selten so einen Roman wie diesen in der Hand, der mich komplett in eine andere Welt entführt hat und ich dabei nicht hilflos war. Man hat das Gefühl, die Autorin packt den Leser und den Protagonisten bei der Hand und zeigt einem das Australien der Aborigines. Ein großes, beeindrucktes Lob von mir für diesen gewaltigen Aufbau der Geschichte und dem tiefen Einblick in ein Australien, das die meisten noch nie vorher so gesehen haben. 

Auch der Aufbau der Geschichte ist sehr spannend, am Anfang herrscht ein großes Fragezeichen, wobei ich der Autorin danke, dass die Geschichte nicht chronologisch verläuft. Sie beginnt mit Australien, was für mich auch der spannendste Punkt gewesen ist. Hätte es 50 Seiten Vorgeplänkel gegeben, ich wäre GESTORBEN vor NEUGIER! Nachdem der größte Berg an Fragen geklärt ist, geht die Geschichte über zu Intrigen und Verwicklungen, die auch ganz interessant sind. Frau Fridman erschafft einen deutschen Kommisar als Nebencharakter, der zwar gegen unsere Protagonisten arbeit, mir jedoch sehr sympathisch war. 

Das Ende des Buches wird dann noch mal actiongeladener und findet aber dann einen ruhigen, harmonischen Ausklang, der mir sehr gut gefallen hat. Es muss ja nicht immer ein offenes Ende sein, oder ein Ende das einen mit Herzklopfen alleine lässt...naja wobei, Herzklopfen hatte ich am Ende auch, aber nicht vor lauter Aufregung, sondern, weil die Geschichte so schön war.


Die Protagonisten:

 

Tja nun, was soll man sagen? Obwohl Alexej als kalter, russischer Wirtschaftsspion nun wirklich nicht sympathisch klingt, so beginnt das Buch doch gleich mit der großen Liebe, die er bei Sarah empfindet, sodass er mir nicht unsympathisch werden konnte. Nach und nach erfährt man von seiner Vergangenheit und seinem Schicksal. Alexej ist mir dabei sehr ans Herz gewachsen. Seine Handlungen und Überlegungen sind lebensecht und werden detailiert geschildert.

Sarah ist eine starke Frau, die ich anfangs eher als mysteriös empfand. Auch ihre Gefühle treten nachund nach ans Licht und lassen tief blicken.  Sie ist eine Kämpferin und ich liebe Kämpferinnen in einer Geschichte. 



Mein Fazit:

 

Der Roman "Die Traumtaucher" konnte mich in jedem Punkt überzeugen. Ein bildgewaltiger Australienroman versehen mit mystischen Anteilen, Verwicklungen, Liebe und natürlich einer wichtigen kulturellen Frage. Somit sind alle Bereiche für mich abgedeckt (und sogar noch mehr), die ich bei einem sehr guten Roman erwarte. 

Von mir gibt es daher die volle Punktzahl!









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