Dienstag, 5. Juli 2016

Rezension: Tropfen im Ozean von Subina Giuletti


ISBN: 978-3945098035
412 Seiten
11,99 EUR als Taschenbuch
2,99 EUR als eBook



Das Cover: 


Das Cover sieht auf den ersten Blick etwas schlicht aus, es gibt jedoch sehr gut das Gefühl der Geschichte wieder. Romantisch, frisch, mit einer gewissen Ernsthaftigkeit, der Titel passt zwar auch nicht so ganz zum Cover, jedoch zum übertragenen Sinn des Buches. 

Die Protagonisten:


Die Protagonistin ist namenlos, was ein sehr guter Kniff ist, dadurch kann man sich besser mit der Protagonistin identifizieren, und bei all den Problemen, die die Protagonistin hat, gelingt das automatisch auch sehr gut, denn jeder kennt das Gefühl, im Leben nichts erreicht zu haben, nicht erfüllt zu sein, kein Freund, keine Kinder, kein Geld,keine Unterstützung von den Eltern, unzufrieden zu sein mit dem eigenen Körper- also von der Problematisierung aus gesehen ist für jede Frau etwas dabei, sodass es auch nicht schwer fällt, die Protagonistin sympathisch zu finden. Sie hat ein gutes Herz, lässt sich aber viel zu viel ausnutzen, ich denke, dasselbe trifft auf eine ganze Menge Frauen zu.Jean ist, zumindest scheint es so, der Rückfahrschein ins Leben für die Protagonistin, er bietet ihr einen Job an, er flirtet mit ihr, alles super. Doch Jean ist auch irgendwie komisch, total wechselhaft und man merkt einfach, er nutzt die Protagonistin aus und weiß einfach welche Tasten er drücken muss, damit die Protagonistin funktioniert. Er trägt einen Hauptteil dazu bei, dass es ihr immer schlechter geht, denn trotz tollem Job und der Flirterei, saugt er das Leben aus der Protagonistin.Der weise Mann...an der Stelle möchte ich eigentlich nicht zu viel verraten, weil gerade diese Person mich geflasht hat, da sie ein überraschendes Element der Geschichte ist, also seid gespannt !

Die Story:


Die Geschichte ist recht simpel gestrickt. Eine unglückliche Frau mit wenig Selbstbewusstsein findet einen Mann, der ihr zumindest oberflächlich alles gibt, was sie denkt haben zu wollen, schnell gerät sie in eine Abhängigkeit und Hörigkeit zu diesem willkürlichem Gesellen und somit zu einer Abwärtsspirale, die zum Zusammenbruch führt, da sie einfach sich selbst vergessen hat. Dies gibt der Protagonistin den Anlass auf die Suche nach sich selbst zu gehen. 

Und noch meine Anmerkung: 


Insbesondere der Weg zu sich selbst hat mir ganz besonders gut gefallen. Durch das Konzept des Buches, ist der Inhalt leicht auf einen selbst übertragbar. Tropfen im Ozean ist eine sehr gute Mischung zwischen einer guten Geschichte und einem Lebensführer, und dies auf eine ganz dezente zwanglose Art und Weise. Der Stil gibt dem Leser den Raum sich selbst zu identifizieren und durch die Geschichte reflektieren zu können, eine ganz besondere Eigenschaft, die nicht jedes Buch hat, und weswegen ich sie wirklich jeder Frau empfehlen würde, denn insbesondere unser Geschlecht (nein ich bin keine extreme Feministin) neigt dazu sich selbst aufzugeben für andere...sei es für den Job oder die Familie. 

Ich war am Anfang etwas ungeduldig mit der Geschichte, denn der große Reiz an dem Buch war natürlich der spirituelle Hauch, von dem am Anfang nichts zu sehen war, doch die Geschichte entwickelt sich, man muss nur Geduld mit ihr haben und wird dann sehr anregend für einen selbst. 

Ich gebe dem Buch Tropfen im Ozean 4 Monsterpunkte. 




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