Montag, 25. Juli 2016

Rezension: Jeder Tag ein Jahr von Noel Aiden


ISBN: 978-1533337528
342 Seiten
11,99 EUR


Inhalt:


Der Säufer Raphael findet eines Morgens einen Säugling im Wald, gerührt von dem Anblick dieses Wunders beschließt er kurzerhand sich zu ändern, aufzuhören mit dem Trinken und das Kind zu behalten. Doch nach ein paar Tagen bemerkt er, dass etwas nicht mit dem Kind stimmt, es scheint so als würde es nach jedem Tag um ein Jahr altern. Doch wenn dies der fall ist, dann hat das liebe Kind ja nur noch ein paar Wochen zu leben.  . . .


Die Story:


Mein erster Gedanke zu der Geschichte war: einfach nur süß. Und ja, die Geschichte bildet eine tolle Grundlage für ein herzbewegendes Buch. Der Ablauf der Story erinnert ein wenig an den kleinen Prinzen, "Jeder Tag ein Jahr" kann sich auch absolut in diese Schiene einreihen. Eine schöne Idee, die gut ausgearbeitet wurde.


Der Stil:


Ich würde den Schreibstil des Autors als weich bezeichnen. Er passt sehr gut zur Geschichte und bildet die nötige Grundstimmung für das Buch. Die Wortwahl ist klar und erreicht somit auch direkt den Leser. Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln geschrieben, sodass man immer in Bewegung ist. Jedes Kapitel ist dabei äußerst tiefsinnig. Neue Ideen werden mit alten Erkenntnissen gemischt, was ich sehr schön finde. 


Die Protagonisten:


Die Protagonistenkonstellation hat mir sehr gut gefallen. Raphael, der Säufer, der sein Leben verändern will und sozusagen der "Vater" ist, ist mir dabei ganz besonders ans Herz gewachsen. Die Protagonisten bestehen aus mehreren Personen, die alle Probleme in ihrem Leben haben und dabei grundverschieden sind. Zusammengehalten werden sie von dem Jungen. Ich liebe solche Geschichten, bei denen verschiedene Menschen mit diversen Schicksalen aufeinander treffen! 
Der Junge, der altert, auch Juancho genannt, hat interessanterweise durch den Stil eine gewisse Distanz zum Leser, was ihm so ein wenig den Charakter des weisen, alten Mannes verleiht. 


Fazit:


Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, da ich schon lange kein buch mehr hatte, welches mein Herz berührt. Das emotional anrührende Niveau ist bei dem Buch permanent oben, und dies war auf Dauer für mich etwas anstrengend, daher habe ich das Buch kapitelweise gelesen mit Pausen zwischendurch, denn die einzelnen Themen und kleinen Geschichten, die in dem Buch enthalten sind, sollten es wert gewesen sein, mal darüber nachzudenken. Dies hat natürlich meinen Lesefluss etwas blockiert

Ich gebe dem buch daher 4 Monsterpunkte, es hat mir sehr gut gefallen, war jedoch an manchen Punkten too much, daher der Punktabzug. 





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