Montag, 11. Juli 2016

Rezension: Ein Spackel namens Rudi von Maya Lichtenberg


Rezension: Ein Spackel Namens Rudi 



Maya Lichtenberg
136 Seiten
2,99 EUR



Inhalt:


Ella ist eine ganz normale Frau, sie hat etwas zu viel auf den Rippen und einen unterbezahlten Job, der noch dazu zeitaufwendig ist. Darüber hinaus hat sie niemanden, Sogar sich selbst hat sie vollkommen vergessen. Sie beschließt, ein Wochenende lang Auszeit zu nehmen und fährt nach Brandenburg auf einen Gutshof, der Freizeitangebote in Form von Kursen anbietet. Über einen Zufall rutscht Ella in den Kurs "Tierkommunikation" hinein. Nach einer kleinen Hypnosesession geschieht jedoch etwas ganz merkwürdiges: Ella kann mit Hunden sprechen. Und diese antworten für gewöhnlich auch. . . .und dann kommt auch noch so ein Mischling namens Rudi an, den sie einfach nicht mehr los wird. 


Das Cover:


Zugegeben, das Cover ist jetzt nicht so der Hammer. Rudi ist ganz süß, aber die Farbgebung ist leider nicht sonderlich anregend, die Farben wirken alt und nicht einladend, ich hätte frischere Farben gewählt, zumal, da der Humor des Buches auch modern ist. 


Die Story:


Die Story war der ausschlaggebende Punkt, weswegen ich das Buch lesen wollte. Ich liebe diese Geschichten, die uns die Sichtweise von Tieren näher bringen. Die Geschichte ist auch eine ganz süße Geschichte, eine entbehrungsreiche Frau, die eine seltene (und auch amüsante) Gabe erhält und einen Freund fürs Leben findet, den kleinen Spackel namens Rudi, und durch den sie zu dem Leben findet, das sie schon immer führen wollte. Die Story hat mir sehr gut gefallen. Es war alles drin: Freundschaft, Arbeit, eine kleine Intrige, Entwicklung und ein wenig Liebe.


Die Charaktere:


Ella ist zunächst ein gut dargestellter, blasser Charakter, die sich in dem Buch positiv entwickelt. Mir gefällt ihre Entwicklungsphase. Ihre Probleme und wie sie diese darstellt haben sie mir überaus sympathisch gemacht. Vom Mauerblümchen, zu einer hinreißenden Frau, die ihren Weg geht; genau solche Charakterentwicklungen mag ich sehr gerne, auch dass dies nicht von jetzt auf gleich geschehen ist und Ella immer wieder dennoch Zweifel hegt, macht Ella zu einer greifbaren Person.

Rudi dagegen mischt alles auf, er ist süß, witzig und gelassen. Er bringt die Frische und den Pepp ins Buch, er ist der perfekte Gefährte; treu und immer für Ella da. Rudi habe ich in mein Herz geschlossen durch seine schwerelose Art. 

Dann gibt es noch Martin, den Gutsherrn, in den Ella sich ein wenig verliebt, den ich aber etwas zu merkwürdig finde, am Anfang wirkt er extrovertiert, doch im laufe der Geschichte ist er eher der in sich gekehrte Mann. 
Mandy, Martins Tochter, ist im Kontrast dazu, total klasse. Sie spricht frei Schnauze, was ihr nicht gefällt oder gefällt, sie hat eine ehrliche Art und wirkt charakterstark auf mich, sie stemmt sehr viel auch für den Gutshof. 


weitere Gedanken zu dem Buch

Das Buch hat mir von seiner Ausstrahlung und Geschichte außerordentlich gut gefallen, es ist ein Buch für schöne Tage, leichte Kost. Dennoch gab es ein paar Punkte, die ich zu bemängeln habe. Zunächst kam das Schreibstil mir am Anfang wie eine Nacherzählung vor, da das Buch in der Vergangenheit geschrieben und es auch noch relativ kurz ist. Das hat mich kurzzeitig verwirrt. Noch dazu fand ich es sehr schade, dass Ellas Detektivarbeit keine größere Dankbarkeit ausgelöst hat und die Liebesgeschichte war auch nicht ganz Rund, sie wirkte auf mich abgestumpft und eher praktischer Natur. 

Insgesamt ein Buch, das mich kurzweilig außergewöhnlich gut amüsiert hat, und das ist sehr gerne gelesen habe, die ein oder andere Stelle war noch nicht ganz rund. Daher gibt es von mir für "Ein Spackel namens Rudi" 4 Monsterpunkte. 



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