Dienstag, 17. Mai 2016

Rezension: Nur drei Worte von Becky Albertalli übersetzt von Ingo Herzke


ISBN: 978-3-551-55609-7 
320 Seiten
16,99 EUR


Inhalt:

Simon und Blue führen eine E-Mail- Brieffreundschaft. Sie sind beide schwul,  hatten beide noch kein Outing und sie sind auf derselben Schule. Simon spürt einfach mehr zwischen den beiden und würde nur zu gern erfahren, wer Blue wirklich ist. Noch dazu wird Simon unter Druck gesetzt, da ein Schulkamerad die Email- Konversation plötzlich zwischen den Händen hat. Simon spürt, dass das eigentlich nicht so schlimm für ihn ist, jedoch für Blue wäre es eine Katastrophe. . . 
Meinung:

Das Cover ist ganz hübsch und relativ schlicht, für mich wäre es jedoch an sich kein Hingucker gewesen. Der interessante Klappentext hat es mir da schon eher angetan, ich wollte einfach mal etwas neues lesen und eine heimliche Emailliebe zwischen zwei Homosexuellen Teenagern erschien mir dafür passend zu sein. Das Buch beginnt auch richtig gut, Simon ist mir sofort sympathisch und der Schreibstil ist leicht zu lesen und nicht distanziert. Nach einer Weile wird jedoch klar, dass alles darauf hinauslaufen wird, dass Simon heraus findet wer Blue ist, ich weiß nicht, ob ich besonders intuitiv gelesen habe,damit mir dies bewusst wird, oder es einfach nur offensichtlich war. Für mich war es das jedenfalls, sodass das Buch für mich an Spannung verloren hatte. Ich wusste also, worauf alles hinauslaufen wird: das Outing, die Bombe, die bald platzen wird und das Kennenlernen, Ich wusste nur noch nicht wie und wann, das wären die Punkte gewesen, mit denen man mich hätte überraschen können, doch leider sind diese Punkte ziemlich langweilig inszeniert worden, die Ereignisse waren für mich eher durchschnittlich, was mich etwas enttäuscht hat. Das Buch war schon gut, keine Frage. Es hatte einen angenehmen Stil und eine interessante Thematik, doch mir hat leider das Highlight gefehlt, die Spannung. 
Insgesamt also ein solides Buch, aus dem man noch mehr hätte heraus holen können, leider gab es kein nennenswertes Highlight, das mich zu einer überschwänglichen Bewertung hätte mitreißen können.

Ich gebe dem Buch daher 3 Punkte.



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