Dienstag, 9. Februar 2016

Rezension: Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan


ISBN: 978-3-10-402437-0
400 Seiten



Inhalt:

A befindet sich jeden Tag in einem neuen Körper, er selbst hat keinen eigenen Körper, A kennt nicht mal sein / ihr eigenes Geschlecht.A passieert etwas, was jedoch auf keinen Fall hätte passieren sollen: er verliebt sich in ein Mädchen, sie heißt Rhiannon und wird von ihrem Freund, den A einen Tag lang besetzt, sehr schlecht behandelt. Die beiden verbringen einen gemeinsamen Tag zusammen, der A zeigt was es heißt richtig zu leben. Rhiannon geht ihm nicht mehr aus dem Kopf, er muss sie einfach wieder finden und er muss ihr klar machen wer er ist und dass er sie liebt. Doch können die beiden so eine gemeinsame Zukunft haben?


Meinung:

Das Cover gefällt mir sehr gut mit den verschiedenen Gesichtern trifft es genau die Thematik des Buches, welche zunächst sehr interessant klingt. Im Laufe des Buches habe ich eine gewisse Frustration entwickelt, da durch As einmalige Situation keine geradlinige Geschichte entstehen kann, so wie ich es gewohnt bin. Somit ist es auch schwer eine Stimmung und eine Konstante aufzubauen, so gut es ging, hat der Autor dies jedoch gut umgesetzt. Die Perspektiven werden jedes Mal sehr gut aufgebaut, besonders interessant fand ich das depressive Mädchen, das Mädchen, welches Mitschuld trägt an dem Tod der eigenen Schwester etc. So gerne hätte ich erfahren, wie es mit den verschiedenen Charakteren weiter geht, doch leider  war dem Leser das nicht vergönnt, daher hat sich das Frustrationslevel ziemlich aufgebaut. Im gesamten Verlauf des Buches habe ich gehofft, dass es doch noch eine Lösung für Rhiannon und A gibt, vielleicht irgendein schwer kranker Junge, der gerne sein leben lassen würde und A seinen Körper spenden würde, doch leider leider leider merkt man immer mehr, dass es einfach keine Lösung gibt für diese dumme Situation. Daher fand ich das Ende ganz besonders doof. Ich weiß, dass der Autor A eine gewisse Heldenhaftigkeit angedeihen lassen wollte, doch ich glaube kaum, dass Rhiannon einen Freund gebraucht hat, den A für sie ausgesucht hat so frei nach dem Motto: hätte ich ein normales Leben, dann wär ich genau so also bitte liebe ihn! Das war meiner Meinung nach etwas zu kitschig und zu unnötig gewesen, schon allein, dass er sich gegen sein Glück und für das Glück eines anderen entschieden hat..schon allein das hat ihn heldenhaft gemacht und nicht dieses drumherum mit dem Verkuppeln, das wäre wirklich nicht nötig gewesen. 
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und einige Dinge sind mir ans Herz gegangen, doch das Buch war auch im selben Maß schlimm, wie die Situation des Protagonisten. Das Ende war nicht ganz so gut gelungen und etwas überzogen. 
Insgesamt gebe ich dem Buch daher 4 Punkte!




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