Dienstag, 8. Dezember 2015

Rezension: Kings & Fools - Verdammtes Königreich von Natalie Matt und Silas Matthes


ISBN: 978-3-95882-069-2
224 Seiten
9,99 EUR 


Inhalt:

In dem Buch geht es um Lucas, der von verhüllten Personen verschleppt wird. Dies ist eine Art "Tradition" in dieser Welt, die Familien werden vorher gewarnt, dass ihre Kinder verschleppt werden, indem vor ihren Haustüren ein Zeichen gemalt wird, wenn sie diese nicht aushändigen, erhält die gesamte Familie tödliche Strafen. Diese Kinder werden vermutlich zu Sklaven und in andere Länder geschickt, doch so ganz genau, weiß eigentlich niemand, was geschieht. Überraschenderweise wird Lucas zu einer Untergrund- Akademie gebracht, es scheint ein Ausbildungslager für Krieger zu sein, deren Regeln undurchsichtig sind. Teilweise froh darüber, dass er noch mal glimpflich davon gekommen ist, ist ihm eines klar: Er muss hier so schnell wie möglich raus, um seinen kleinen Bruder vor seinem gewalttätigen Vater zu retten. . . .
Meinung:

Das Cover passt zu dem Titel wie die Faust aufs Auge und hat mich schon geapannt auf die Geschichte werden lassen.
Das Buch beginnt sehr spannend, man ist sofort im Geschehen, auch der Verlauf der Geschichte steigt sehr stark an, das Tempo ist im gesamten Buch hoch. Die Formulierungen wirken befremdlich und roh. Am Anfangt ist der Protagonist noch sympathisch, entwickelt sich jedoch immer negativer, was anfangs mit unfeinen Zügen beginnt, steigert sich zu einer richtigen Aversion gegen den Protagonisten. Lucas reagiert sehr hart anderen und sich selbst gegenüber. Am Anfang wusste ich noch nicht so ganz, wie ich ihn einschätzen sollte, doch dieses negative hat sich nur noch verstärkt. Es war für mich ein ziemlich eigenartiges Gefühl, ein Buch zu lesen mit einem unsympathischen Charakter. Das Tempo der Geschichte ist mir teilweise zu schnell, auch die Fortschritte, die Lucas macht sind so schnell, dass sie nicht authentisch wirken. Andererseits ist durch das Erzähltempo das Spannungslevel immer oben. Der Zwiespalt bei der ganzen Sache ist, dass man dennoch wenig Input erhält über die Regeln dieser Welt, sodass man bis fast zum Ende hin das Gefühl hat , auf der Stelle zu treten. Dadurch, dass einem die Welt verborgen bleibt, kann man als Leser keine realistischen Vermutungen anstellen, man wird also als Leser nicht gefordert, das Geheimnis bleibt ein riesen Geheimnis, welches man auch nicht einschätzen kann. Das Ganze erscheint willkürlich, sodass es schon an den Nerven zerrt, dies kann auch ein Mittel sein um die Spannung zu steigern. 
Insgesamt ist das Buch für einen Einsteiger- Roman nicht schlecht, es ist allerdings noch viel Luft nach oben.

Ich gebe dem Buch daher 3 Punkte.



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