Montag, 22. Dezember 2014

Rezension: Ein Glück für immer von Ruta Sepetys


Königskinder / carlsen Verlag
ISBN: 978-3551560025
384 Seiten
17,90 EUR
Gebundene Ausgabe

Inhalt:

Josie ist ein kluges Mädchen, mit dem die Welt es nicht gut gemeint hat. Sie ist gestraft mit einer Mutter, die nicht nur eine Prostituierte ist, sondern auch Josie ständig hintergeht, bestiehlt und sie in Kriminalität hinein zieht. Josie war immer auf sich allein gestellt, bereits mit sieben Jahren lebte sie allein. Einzig Charly, der Buchhändler über dessen Laden sie wohnte und Willie, die Besitzerin des Bordelles in dem die Mutter arbeitet, sind soetwas wie eine Familie für Josie. Die ganzen Umstände haben Josie stark gemacht, und sie hat ein hohes Ziel: Sie will auf ein College gehen. Doch ihr wird nichts leicht gemacht, sie muss schließlich aufpassen, dass sie selbst nicht in etwas reinrutscht, aus dem es kein Entkommen mehr geben wird.

Meinung:

Zunächst einmal hat das Buch eine wunderschöne Aufmachung, durch das schwarz / gold sieht es sehr edel aus. Wenn man den Schutzumschlag abnimmt, ist das Buch schwarz und hat vorne ein Zitat mit goldfarbenen Buchstaben. Innen ist ein Foto von New Orleans zu der Zeit (50er Jahre). Das Buch an sich hat mir schon sehr viel Lust auf das Lesen gemacht.
Der Einstieg war auch sehr gut, Josie ist einem sofort sympathisch, ich hatte auch etwas Mitleid mit ihr und konnte ihre Handlungen gut nachvollziehen. Ich hatte sofort eine Verbindung zu Josie, da ich selbst weiß, was es bedeutet große Ziele zu haben, wo jeder anderer aus dem Umfeld entweder nur den Kopf schüttelt, oder an einen bedingungslos glaubt. Josies Mutter ist dabei sofort das Hass-Objekt, nicht nur, dass man das Gefühlt hat, sie würde Josie nicht lieben...nein, man hat sogar noch das Gefühl, sie will Josie unbedingt bestrafen und ist in einer Art Krieg mit ihr. Ihre Freunde sind auch sympathisch und man hat einfach den Eindruck, gerade durch die schwere Situation, sind ihre Freundschaften einfach intensiver. 
Ich bin also ganz schnell bis zur Mitte des Buches angekommen, dort gab es allerdings ein Lesetief, man hatte den Eindruck, es passiert nicht mehr viel. Josie entwickelt sich zwar und entscheidet zwar ganz aktiv in ihr Leben einzugreifen, doch sie steht ihrer Situation dennoch ohnmächtig gegenüber, da zu viele Faktoren sind, die sie hemmen (Geld, College, Distanz), sodass der Leser das Gefühl hatte, es kommt zu einem Stillstand. Doch plötzlich geht das Ende ganz schnell, es passieren viele Dinge und das in einer ziemlich kurzen Zeit und auch leider nicht so ausführlich wie es am Anfang beschrieben wurde, sodass es mir emotional etwas schwer viel, mich auf das Ende einzulassen. Es schweben einem immer noch viele Fragen durch den Kopf zu dem genauen Ablauf des , mehr oder weniger gut ausfallenden, Endes. 

Alles in allem hat mich der Roman, trotz kleiner Schwächen überzeugt, ich konnte gut mitfühlen, und bin froh, das Buch gelesen zu haben. 

Ich danke dem Königskinder Verlag für das wunderschöne Rezensionsexemplar und gebe für das Buch 4 Punkte!



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