Dienstag, 18. März 2014

Rezension: Alice, wie Daniel sie sah von Sarah Butler


ISBN: 978-3426514092
320 Seiten
14,99 EUR

Inhalt:

Alice ist die uneheliche Tochter von Daniel, ihre Mutter war / ist mit einem anderen verheiratet. Der Mann weiß, dass Alice nicht sein Kind ist, hat allerdings versprochen sie wie seine eigene Tochter zu lieben. Alice weiß davon rein gar nichts. Sie ist eine ruhelose Seele, zieht von einem Ort zum anderen und bereist die Welt. Zur selben Zeit wird Daniel obdachlos, er sucht seine Tochter und hält die Augen offen. Seine künstlerische Seele verwandelt Buchstaben in Farben und so läuft er durch die Stadt und verwandelt alltäglichen Müll in den Namen seiner Tochter, das ist nämlich das einzige, was ihm geblieben ist. Als Alice "offizieller Vater" stirbt, entdeckt Daniel seine Todesanzeige und darunter Alices Namen,er zieht los um seine Tochter zu finden. . . .

Meinung:

Das Cover ist ganz hübsch, allerdings wären die Farben der Buchstaben, die Daniel seiner Tochter gibt,auch schön gewesen, da hätte man gleich einen Bezug gehabt, stattdessen ist die Farbverteilung im Inneren des Buches zu sehen. 
Die Perspektiven sind sofort einnehmend, man liest entweder aus Alice oder aus Daniels Sicht. Anfangs fand ich die farbgewaltigen und ziemlich traurigen Beschreibungen etwas kitschig, es war einfach too much Gefühl. Dann jedoch wurde ich mit dem Stil immer wärmer und empfand es als ziemlich real, auch, dass es zwischen Alice und Daniel nicht so ganz klappt, all die Verzweiflung und die Stimmung, waren sehr gut beschrieben. Auch das Schicksal der Familie, das Schicksal des Vaters, das sich auf die Tochter überträgt...die heimlichen Geliebte, diejenigen, die anderen die Freiheit schenken sollen und sich dabei fast selbst aufgeben. Man war einfach mittendrin, dann jedoch kam das Ende viel zu abrupt. Für mich war es überhaupt kein Ende.Es kam mir so vor, als ob die Autorin einfach keine Lust hatte, man weiß nicht wie es weitergeht. Der Abschluss ist auch nur so eine semi-Erkenntnis, die Symbolik war auch eher nur so halb da, also nichts, was so wirklich auf ein Ende hindeuten könnte...und dann...war das Ende einfach da. Nach all dem Mitfiebern und den ganzen Wünschen, die man für Daniel und Alice entwickelt, bekommt man kein Ende, das hat mich sehr enttäuscht. 
Also: Anfang und Ende waren nicht so meins, der Mittelteil war sehr gut gelungen.
Deswegen vergebe ich 3 Monster an das Buch !


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