Freitag, 28. Februar 2014

Rezension: Die Geschwister Gadsby - Natasha Farrant


ISBN: 978-3551583116
256 Seiten
15,90 EUR

Inhalt:

Die verrückte Familie Gadsby, das sind Flora, Bluebell, Twig und Jasmin, dann kommt noch Zoran dazu, der der Babysitter der Bande ist. Die Eltern sind leider immer unterwegs und auf Reisen, sodass die Kinder ihre Eltern kaum zu Gesicht bekommen. Das war früher anders, aber seitdem Bluebells Zwillingsschwester Iris gestorben ist, können die Eltern das Zuhause bei ihren Kindern kaum ertragen. Und auch Bluebell isoliert sich vom Leben, bis sie auf Joss trifft, einen neuen Nachbarsjungen, der versucht ihr zu helfen und wirbelt die gesamte Familie auf.


Meinung:

Das Cover ist recht schlicht gehalten und nicht gerade sehr aussagekräftig und auch der Titel klingt etwas langweilig. Ich habe mich für das Buch entschieden, da ich die Perspektive interessant fand und die Leseprobe für mich einnehmend war. Das Buch besteht aus Tagebucheinträgen und beschriebenen Filmsequenzen Bluebells. Seit dem Tod ihrer Zwillingsschwester sieht Bluebell öfter mal das Leben lieber durch die Kameralinse. Das ist eine wirklich gute Idee gewesen, denn durch die Kameraperspektive wird deutlich wie sehr Bluebell durch ihre Trauer aus dem Leben und aus ihrer Familie gerückt ist. Sie ist nur noch der Zuschauer und im Buch kann man sehen, wie Bluebell wieder zurück kommt, zwar in kleinen Schritten, aber die Entwicklung ist spannend zu verfolgen. Durch die Perspektiven ist das Buch sehr lebhaft geschrieben, dadurch dass es eine Großfamilie ist, entsteht durch die vielen Hauptpersonen eine mitreißende Dynamik. Die traurige Hintergrundgeschichte gepaart mit Bluebells Naivität verleiht dem Buch eine gefühlvolle Tiefe, die ich dem Buch anfangs nicht zugetraut habe. Das Buch ist im verlauf wie Blumen, die langsam aufgehen, daher passen die ganzen Blumennamen der Geschwister sehr gut. Einerseits haben wir da die Blume Bluebell, die ihren Platz in der Familie wiederfinden muss und auch wieder zu ihrem Glück finden muss. Dann haben wir die Freundschaft Zorans zu allen Geschwistern, die immer stärker wird. Dann wiederum die Beziehung zwischen Flora und Joss, diese Blume hat allerdings einige Stacheln und zum Schluss wären da die Eltern, deren Blume wohl am hartnäckigsten braucht um aufzugehen. Da ich diese Art von Ernsthaftigkeit und Mitgefühl und Tiefsinnigkeit nicht erwartet habe, bin ich sehr beeindruckt von dem Buch und gebe ihm daher die Höchstpunktzahl. Ein einmaliges Buch, das ich jedem empfehle, egal ob groß oder klein ob alt oder jung ob weiblich oder männlich!

Das gibt 5 Monster, völlig klar und ich bedanke mich herzlich bei hierschreibenwir und dem Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar!



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