Sonntag, 8. Dezember 2013

Rezension: Nummer Siebenhundertneunundneunzig Nr. 799 von Yuna Stern


ISBN: 978-3-646-60029-2
205 Seiten
2,99 EUR
als epub oder mobi pocket Format erhältlich

Inhalt:

Als Hanna aufwacht, ist alles anders, als sie es in Erinnerung hatte. Sie erwacht in einem sterilen Raum mit Menschen, die sie untersuchen und keine Rücksicht auf ihre Privatsphäre nehmen. Hanna hat keinerlei Erinnerungen mehr, sie weiß noch nicht einmal, wie sie heißt. Man nennt sie Nummer 799. Bald schon wird Hanna aufgeklärt, dass sie bei einem Autounfall gestorben ist. Sie ist tot. Ihre Seele und ihr Körper werden dazu genutzt andere Seelen ins Licht zu führen. Das soll ihre Aufgabe sein und man wird sie in einem strengen Regime unterrichten. Die anderen gehören und gehorchen zu diesem Apparat. Bis auf einer. Nummer 800 ist ein Rebell und bald schon empfindet Hanna mehr für ihn als je für jemand anderem. Doch Hannas Erinnerungen kommen zurück,  und das darf nicht sein. Es beginnt ein gefährliches Spiel.

Meinung:

Das Cover ist wieder mal genial, ein richtiger Blickfänger, man denkt sofort an den Himmel oder an Engel, die Nummer und der Titel verleihen dem Buch einen dystopischen Charakter, was mit dem Inhalt des Buches durchaus kompatibel ist. Der Einstieg ist gut gelungen, er ist sowohl spannend als auch mysteriös. Man wird von vornherein mit dem Tod von Hanna konfrontiert, das hätte man noch etwas spannender machen können indem man dieses Geheimnis in die Länge zieht. Hanna ist einem erstmal nicht so sympathisch genauso wie David, der Rebell. Sie sind etwas zu kämpferisch und ihre Handlungen sind mir zu extrem, mal will sich Hanna dem System absolut fügen, mal stellt sie sich auf die Barrikaden. Spätestens bei dem Durchgang der Regeln in der "Anstalt" ist meine Euphorie rapide gesunken. Die Regeln sollten doch eigentlich bedrohlich auf einen wirken, sodass sie ernst zu nehmend sind. Stattdessen werden sie mit Naivität und Witz aufgelistet, das waren nicht meine Erwartungen. Dann fing es an, dass mir immer mehr aufgefallen ist,dass das Buch des öfteren sehr kindlich auf mich wirkte, ja an manchen Stellen sogar roh. Die Charaktere haben zu oberflächlich gehandelt. Das ist natürlich für die ernste Thematik nicht ganz so gut gewesen. Manchmal kamen mir auch zweifel über die Schlüssigkeit der Handlungen. Warum schaut Hannah in ihre Krankenakte um eine Karte der "Anstalt" zu finden? Und wird auch noch fündig? Das letztere könnte der Wille des Arztes gewesen sein, zugegeben, aber dennoch ist der Antrieb dieser Handlung für mich unlogisch. Das Ende wiederum hat mir von der Storyline sehr gut gefallen, es bleibt vieles offen, was ich an der Stelle als notwendig empfinde. Leider war es mir auch da von der Ausführung etwas roh. 

Also mein Fazit: tolle Story, packender Anfang, doch dann sinkt die Qualität der Ausführung, sehr schade.ich habe lange überlegt (und danach noch ein paar Bücher gelesen) um mir klar zu werden, wie ich das Buch bewerte. Ich habe mich für schwache 3 Sterne entschieden und würde mich über ein Remake des Buches freuen, da die Idee schon eine sehr gute war, das Buch muss nur noch so gut geschrieben sein wie anfangs. 

Ich bedanke mich herzlich beim impress/Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar! 



1 Kommentar:

  1. Ich würde das Buch soo gerne lesen, aber ich steh nicht so auf E-Books ^^
    Ich finde aber man hätte den Klappentext anders machen können. Man hätte schreiben können "Sie heißt Nr.799 und kann sich nicht erinnern wie sie heißt" oder halt irgendwie sowas. Immerhin weiß sie nicht das sie Hanna weßt aber wir Leser schon. Das hätte man spannender machen können.

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