Montag, 11. November 2013

Rezension: Rabenfeuer - Die Flammen der Göttin von Dana Graham


Carlsen / Impress Verlag
ISBN: 978-3-646-60006-3
314 Seiten
3,99 EUR 
als epub oder mobipocket Format erhältlich!


Inhalt:

Eine Weissagung besagt, dass der erstgeborene Sohn König Wegons die Länder vereinen wird, er wird für Frieden sorgen und ein Held werden. Hocherfreut über diese Weissagung blickt der König der Geburt seines ersten Sohnes entgegen, doch alles kommt anders als er denkt. Denn er wird vor einer großen Prüfung gestellt: sein Erstgeborenen kann kein Held sein, er ist nämlich ein Krüppel. Kurz darauf verbannt der König seine Frau und den Sohn, denn ein Krüppel kann fürwahr nicht aus seinen Lenden entstehen. Der Verkrüppelte ist die Strafe dafür, dass seine Frau fremd gegangen ist, so denkt er zumindest und lässt sich von einer anderen einen anderen Erstgeborenen gebären ;-) Währenddessen der verkrüppelte Sohn, Raven, eine harte und entbehrungsreiche Kindheit hat mit niemandem als Freund ausser einem Waldläufer, wird der Charakter des königlichen Sohns, Heron, immer mehr und mehr vergiftet von Bosheit. Doch Raven ist stark und gescheit, er möchte trotz seines Handicaps ein Krieger werden, es ereignet sich, dass Raven Heron rettet in einer verschüttenden Silbermine. Raven bekommt die Chance: er soll den Flammentempel ausspionieren und wenn er das geschafft hat, darf er ein Krieger werden. Dabei merkt Raven nicht, dass Heron nur ein böses Spiel mit ihm treibt. Als er sich dann auch noch in Kara, die Seherin des Tempels, verliebt, ist das Chaos perfekt.


Meinung:

Das Cover sieht sehr schön aus, der Kopf auf Rabenschwingen ist eine sehr interessante Idee, obwohl ich nicht so wirklich weiß, wen er darstellen soll. Raven hat blondes Haar, Kara rotes...vielleicht den Götterboten Jorin, doch dafür sieht die Person auf dem Cover zu feminin aus. Der Titel passt absolut.
Das Buch ist sehr spannend geschrieben, schon allein der Prolog ist super, man bekommt sofort ein Gefühl für die Charaktere. Vor allem Gorin finde ich sehr gelungen, aber auch Kara hab ich sofort ins Herz geschlossen. Das Buch und das Zwischenmenschliche befinden sich eher auf einer naiven Ebene, was von einer jungfräulich und klein gehaltenen Prinzessin und einem Minenarbeiter für mich auch erwartet wurde, somit sind die beiden authentisch. In dem Buch befinden sich oft mal ironische Ansätze zum mitdenken, das war sehr amüsant. Zum Beispiel beschuldigt Raven Kara sie sei zu vertrauensselig, dabei ist Raven gerade der Naivling, der hinters Licht geführt wird! Die Entwicklung der beiden gefällt mir ebenfalls, beide machen zwar Schritte in die richtige Richtung, aber auch nicht zu große Schritte, vor allem Raven mit seinem eher geringen Selbstbewusstsein kann dies auch nie ganz ablegen,am Ende wird dies kompensiert durch sein kluges Köpfchen. Insgesamt haben wir zwischenmenschlich in dem Buch sehr viele Irrungen und Wirrungen, die aber trotz dem nicht langweilig sind. Die eine oder andere Überraschung gibt es dann auch noch, man konnte so ab und zu zwar schon etwas ahnen, hat aber nie gewusst, wo das jetzt hingeht. Etwas schade finde ich, dass man nicht mehr über Ravens Mutter erfährt, der Aspekt, dass sie ihr königliches Leben geopfert hat für ihr verkrüppeltes Kind und noch dazu ihr Leben lang als Hure geächtet wurde, stimmt mich traurig, mir hätte es noch gefallen, wenn es noch ein Happy End für die Mutter gegeben hätte. Eine Klarstellung. Denn eins ist sicher: die größte Heldin, das ist sie! Noch dazu waren für mich am Ende ein paar Ungereimtheiten drin, Karas Rückkehr oder der Frieden mit Ylda sind mir zu einfach gewesen.

Insgesamt ein spannendes Buch, welches leicht zu lesen ist und dennoch seine Spielereien hat. Der Abschluss ist nicht ganz rund, da es den Charakteren zu einfach gemacht wurde. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen.

Ich gebe dem Buch 4 Monster und möchte mich herzlich bei dem impress Verlag für das Leseexemplar bedanken !




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