Montag, 7. Oktober 2013

Rezension: Geigenzauber von Maja Ilisch


ISBN: 978-3-646-60022-3
283 Seiten
als epub oder mobi pocket Format erhältlich
3,99EUR

Inhalt:

Die 13 jährige Mia hat es nicht leicht, ihre Mutter ist psychisch krank und auch ihre Schwester wurde in die Klapse eingewiesen. Die Schwester hatte Stimmen in ihrem Kopf gehört, diese haben sie nachts nicht schlafen lassen, es war so stark,dass sie wahnsinnig geworden ist. Auch Mia hat etwas verrücktes, sie kann in Spiegelbildern eine andere Welt sehen, und sie weiß genau, dass früher oder später auch sie dran ist. Eine richtige Freundin hat Mia leider auch nicht, sie ist eine Außenseiterin, eine Merkwürdige, ein Loser, der seine Freunde nicht mal mit nach Hause nehmen kann. Al Mia wieder mal völlig enttäuscht von der Welt durch die Straßen geht, entdeckt sie ein wunderschönes Geigenspiel, das sie sofort gefangen nimmt. Sie folgt dem Lied und entdeckt einen hübschen, jedoch heruntergekommenen Jungen, der die Geige spielt. Er heißt Branwell, und fluchs verliebt sich Mia in den mysteriösen, ja beinahe unnahbaren Typen, der trotzdem nicht von ihr lassen will. Bald schon wird klar, dass Branwell verfolgt wird, Mia geht mit ihm. Sie erfährt, dass Branwell eine Fee ist, die von anderen Feen verfolgt wird. Doch als Mia die Gegenseite trifft, weiß man nicht mehr, wer oder was hier der Gute und wer die Bösen sind. 


Meinung:

Das Cover ist wie bei jedem impress Titel einfach der Hammer, das satte lilapink gefällt mir sehr gut mit der verspielten Geige ist das Cover einfach nur ein Blickfänger. Der Titel passt auch hervorragend zu dem Buch.
Der Einstieg ist sehr gelungen, man fühlt sofort mit Mia mit und dennoch ist das Buch mit seinem ganz eigenen Witz erzählt. Man spürt das Geheimnis, das die Schwestern miteinander haben und die daraus entstehende Verzweiflung schon beinahe greifbar. Tief und spannend erzählt die Autorin von Mias Gefühlen, Die Storyline gefällt mir auch sehr gut, besonders Mias verzwickte Lage, wem sie nun glauben schenken soll und dass sie wahrhaft liebt. Ich weiß nicht, ob ich mich an Mias Stelle für Branwell entschieden hätte, ich wäre sehr wütend gewesen, dass er mich ausgenutzt hat. 
Allerdings hat es mich gestört, dass Mia erst 13 ist, das ist noch viel zu jung um ewig zu lieben, bzw. leider hatte ich das immer im Hintergrund und konnte ihre Entscheidung zum Schluss auch nicht mal so ernst nehmen. Ich hätte ihr Alter auf 15-16 Jahre erhöht, da die Artikulation und Handlung und ihre Erlebnisse schon tiefsinnig sind, Mia allerdings doch noch sehr naiv ist. Doch 13 Jahre ist mir für ein Mädchen, das einen fremden Jungen mit nach Hause nimmt, ausreißt und ihre ewige Liebe findet dann doch noch etwas zu jung. 
Das ist leider ein so immenser Punkt, da er mich irgendwie während des gesamten Lesens begleitet hat (aber sie ist doch erst 13!) dass ich ein Monster abziehe, an und für sich wäre es die volle Monsterzahl gewesen, aber nungibt es vier von fünf Monstern für Geigenzauber !


Ich möchte mich noch ganz herzlich beim Impress Verlag für das bereitgestellte ebook bedanken !




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