Dienstag, 27. August 2013

Rezension: Das Schicksl ist ein mieser Verräter von John Green


ISBN: 978-3446240094
288 Seiten
16,90EUR


Inhalt:

Die 16 jährige Hazel ist schwer krebskrank. Sie hat Schilddrüsenkrebs und Metastasen in der Lunge. Dank eines neuen Krebsmittels ist Hazels Situation wie eingefroren, die Metastasen werden nicht größer, allerdings sammelt sich in der Lunge immer sehr schnell Wasser. Da die Eltern fürchten, dass Hazel depressiv ist, muss sie in eine Selbsthilfegruppe gehen, die sie eigentlich oberätzend findet. Doch eines Tages erscheint Augustus Waters in der Selbsthilfegruppe, ihm wurde das halbe Bein abgenommen nach einem Osteosarkom, 20% ige Rezidivrate, doch es scheint so, als würde er nur seinen Freund Isaac begleiten, der kurz vor einer schrecklichen OP steht, die ihm das Auge nimmt. Augustus und Hazel sind beide vom Schicksal geplagte, intelligente Jugendliche, sie teilen sich ihre Bücher und sprechen darüber. Vor allem Hazels Lieblingsbuch "Ein herrschaftliches Leiden" geht den beiden nicht mehr aus dem Kopf, da es kein Ende hat. Hazel sehnt sich danach mit dem Autor zu sprechen und vor allem mehr über das Ende heraus zu finden. Diesen Wunsch kann Augustus ihr erfüllen. Bald aber merken die beiden, dass das Leben keine "Wunscherfüllungsmaschine" ist, und dann gesteht Augustus Hazel auch noch, dass der Krebs bei ihm wieder zurück ist.  . .

Meinung:

Der Titel ist genial. Jedem, dem ich gesagt habe, dass ich momentan ein Buch lese, welches " Das Leben ist ein mieser Verräter" heißt, musste bitter schmunzeln. Und genauso liest man auch das Buch. Mit einem bitteren Schmunzeln zunächst. Der Autor erzählt das Schicksal von Hazel mit einem bittersüßen Humor und einer Leichtigkeit, der es am Thema mangelt. Aber gerade das ist ja das Geniale, man wird auch sofort warm mit der Situation und den Hauptcharakteren. Der Stil gefällt mir auch sehr gut, es werden große, schöne Bilder gemalt, die Lust auf das Leben machen, ausgerechnet in einem "Krebsbuch". Es hat mich beeindruckt, dass trotz des Humors und trotz des Alters der Hauptpersonen das Buch sehr tiefsinnig ist. Man bekommt Einblicke in die Gedankenwelt von Hazel und erhält zugleich Erkenntnisse für sich selbst. 
Noch dazu finde ich es gut, dass das Buch nicht mit Hazels Tod endet, denn das Buch ist auch so schon traurig genug. Hazel ist mir so sehr ans Herz gewachsen, ich glaube, ich hätte das nicht verkraftet ;-) 

Von mir gibt es für dieses tiefsinnige, bittersüße, aber leider auch etwas kurzweilige Buch 4 von 5 Monster!




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