Montag, 14. November 2016

Rezension: Sieben Nächte in Tokio von Cecilia Vinesse


ISBN: 978-3-423-76149-9
304 Seiten
14,95 EUR



Inhalt:


Sophia lebt in Tokio, doch dies ist bald anders. Dadurch, dass ihre Eltern nach Amerika versetzt werden, bleibt Sophia eine Woche in Tokio, ausgerechnet jetzt, wo Jamie nach Jahren wieder auf der Bildfläche auftaucht und es einiges zu klären gibt. . . .



Schreibstil und Cover:


Der Schreibstil ist jugendlich gehalten und in einfacher Sprache formuliert. Kurze Beschreibungen umranden Schauplätze und Situationen, sodass das Buch nie wirklich tiefgründig erscheint. Das Cover ist ein absoluter Reißer, es strahlt diese pulsierende Lebensfreude und Vielfalt der Japaner aus, das Cover ist richtig bombastisch geworden.

Die Geschichte:


Die Geschichte an sich ist relativ farblos. Ein Mädchen, das noch eine Woche in Tokio lebt und danach umzieht, das ihre letzten Tage intensiv lebt und leben möchte. Neugierig gemacht hat mich hierbei, dass ich als Leser eventuell interessante Einblicke in die Stadt erhalten hätte. Es hat sich jedoch so heraus kristallisiert, dass Tokio beschrieben wurde nicht aus dem Blickwinkel einer Person, die dort lebt, sondern aus dem Blickwinkel eines Touristen, das hat mich etwas enttäuscht, da ich eine andere Erwartung hatte. Sophia ist auch nicht wirklich integriert in Tokio, spricht kein japanisch und ist mit den Gepflogenheiten auch nicht bekannt, das sind alles Punkte, die mir negativ aufgestoßen sind, da die Beschreibungen einfach ein anderes Bild vermitteln. Von dem Aufbau der Geschichte hatte ich auch nicht so große Ansprüche, was sich letztendlich auch bewahrheitet hat, da eigentlich nichts interessantes geschieht und der Verlauf der Geschichte vorhersehbar war. 


Die Protagonisten:


Sophia als Protagonistin hat mir leider nicht gefallen, ich bin nicht mit ihr warm geworden. ich kann nicht verstehen, wieso ein so junges Ding in einer Weltmetropole sich nicht mal im Ansatz mit der Kultur und der Sprache auseinander setzen möchte. Anfangs ist sie so sauer wegen Jamie, dass sie ihn jahrelang ignoriert, und das alles wegen einer Lappalie und einem Verhalten, welches sie Tag täglich SELBST praktiziert (Lästern) und dann ist nach zwei Sätzen wieder alles in Ordnung und Jamie und Sophia werden ein Liebespaar. Was ist das für ein emotionaler Unsinn? Mit Sophia bin ich absolut nicht konform und mit den anderen der Bande auch nicht. Die Charakterbeschreibungen sind mir zu laut, die Handlungen, Begründungen und Zusammenhänge zu schwach. Alles in allem unausgewogene Charaktere, die schrill sein wollen, es aber nicht sind. Von Authentizität keine Spur. 


Fazit:


Das Buch "Sieben Nächte in Tokio" hat mich in jedem Punkt enttäuscht. Ich habe auf eine intensive Lesereise gehofft, doch erhalten habe ich oberflächliche, nicht nachvollziehbare Handlungen mit unsympathischen Charakteren. Schöne Geschichten über Japan wie zum Beispiel die von Hachiko wurden in einer 3/4 Seite abgearbeitet und nicht mal sehr schön beschrieben. 


Von mir gibt es daher enttäuschte 2 Punkte. 





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