Dienstag, 19. April 2016

Rezension: Romeo & Romy von Andreas Izquierdo


ISBN: 978-3-458-36141-1
491 Seiten
14,99 EUR


Inhalt:

Die sympathische, extrovertierte Souffleuse Romy wird gekündigt. Eigentlich wollte Romy ja eh Schauspielerin werden, doch sie denkt, ihr Weg sei damit verbaut. Zu allem Unglück rastet sie auch noch bei einer Aufführung aus, da sie von dem Tod ihrer Oma erfährt. Ihre Oma, die sie ein Leben lang aufgezogen hat und die ihr alles bedeutet. Dies und ihr kleiner Flirt mit Ben, dem Romeo der Aufführung werden zu ihrem Verhängnis. Sie sieht keine Perpskeitve mehr für das Theater, daher kehrt sie wieder zurück in ihr Dorf, welches nun wirklich gottverlassen ist. Dort leben nur noch ein paar alte Leutchen, die sich auch noch um die letzten Restplätze auf dem Friedhof streiten. Romy entscheidet sich dafür, aus ihrer Scheune ein elisabethisches Theater zu bauen und das Stück Romeo & Julia aufzuführen und alle helfen mit!
Meinung:

Die Leseprobe des Buches hat mich damals total umgehauen, der Ansatz war einmalig und sprachlich wurde das Buch sehr gut in Szene gesetzt, man hat sich einfach in der Welt der Schauspieler wieder gefunden. Deswegen wollte ich das Buch unbedingt haben, doch leider wurde ich stark enttäuscht, ab dem Moment, in dem Romy im Dorf auftaucht ähnelt das alles einer skurrilen Dorfkomödie, mit Bewohnern, die sich gerne umbringen möchten, um sich einen Platz im Friedhof zu sichern, es gibt nämlich nur noch zwei Plätze. Sprachlich verändert sich leider auch das ganze zu einem nicht gerade tiefsinnigen Roman, wie es der Anfang suggeriert. Insgesamt ist das Buch zwar ganz nett und süß und ich wurde gut unterhalten, ich bin jedoch trotzdem enttäuscht, da meine Erwartungen einfach andere waren. Ich habe mich auf Kunst gefreut und auf einen smarten Schreibstil, der nun mal am Anfang auch so war. Von der Story her plätschert alles so vor sich hin ohne ein echtes Highlight, für einen kurzweiligen Roman nicht schlecht, ich hatte jedoch auf Shakespearetechnische Inspiration gehofft, die leider aus blieb. 
Ich vergebe daher 3 Punkte für einen guten Roman, der jedoch meine Erwartungen nicht erfüllt hat und der leider keine Bereicherung war.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen