Dienstag, 22. März 2016

Rezension: Nur ein Tag von Gayle Forman Übersetzt von Stefanie Schäfer


ISBN: 978-3-8414-2106-7
432 Seiten
14,99 EUR

Inhalt:

Die Amerikanerin Allyson macht mit ihrer besten Freundin eine Europareise, anders als die Freundin, war für Allyson die Reise jedoch ein totaler Flop, eine Aneinanderreihung von Kultur und alten Gebäuden, zu viele, um sich überhaupt sonderlich daran zu erinnern. Ausgerechnet der Tag in Paris, von dem Allyson sich am meisten verspricht, findet wegen eines Streiks nicht statt. In Rom entdeckt Allyson eine Gruppierung namens Guerilla Will, eine Straßentheatergruppe, die ein Stück William Shakespeares vortragen, Allyson ist das erste mal seit dieser Reise verzaubert. Leider war dies auch schon der vorletzte Tag der Reise. Am nächsten Tag, im Zug nach London, entdeckt Allyson einen Darsteller von Guerilla Will: den Holländer Willem. Und sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Spontanerweise stimmt Allyson zu, mit Willem alleine einen Tag in Paris zu verbringen.


Meinung:

Das Buch beginnt ganz süß und tiefsinnig, als ich die ersten Seiten gelesen habe, war ich total entzückt gewesen, doch dann wird das Buch schnell belanglos, es kam mir am Anfang vor, als wären die Protagonisten zu oberflächlich und dass Willem nur Schwachsinn redet, total zusammenhangslos. Ich habe das Buch sogar abgebrochen an der Stelle, an der sie sich im Zug wieder finden, nach ein paar Tagen bin ich das Buch dann allerdings doch wieder angegangen. Und was soll ich dazu sagen? Ab Paris war ich wie verzaubert, das Buch hat eine fremde Magie auf mich ausgeübt. Aus einem oberflächlichen Roman entsteht ein tiefsinniger, rührender, romantischer Liebesroman, der nicht nur von der Liebe zwischen Willem und Allyson handelt, sondern auch von der Liebe zu sich selbst und zu Paris. Ich war noch nie in Paris, aber mich überkam eine seltene Fernweh nach dem Zauber dieser Stadt. Der Roman spiegelt auch auf den Punkt gekommen Allysons Entwicklung wieder, es geht um Tiefsinn, um Zufall, um Schicksal, um das, was unter der Oberfläche ist. Auch Allyson fühlt sich plötzlich frei und wie ganz sich selbst. Daher ist es sowohl für Allyson als auch für mich als Leserin ein harter Schlag gewesen, was danach passiert. Ich habe in dem Buch geliebte wie eine Frischverliebte aber auch gelitten wie ein Hund. Die Darstellung von Allysons Gedanken- und Gefühlswelt ging mir sehr nahe. Die Suche nach Willem ist dann noch sehr geheimnisvoll und spannend, und zugleich eröffnet sie Allyson vollkommen neue Chancen, Allyson entwickelt sich in der Zeit sehr stark, die Suche nach Willem ist nicht nur die Suche nach dem Geliebten, nein, sie ist auch eine Suche nach sich selbst. Der schönste Aspekt ist dabei, dass Shakespeare eine nicht mindere Rolle spielt, sowohl bei der Namensgebung von Willem ist die Autorin geschickt vorgegangen, als auch im Buch wie Shakespeare eine Schlüsselfunktion einnimmt, nebenbei könnte der Verlauf des Buches auch ein Drama oder eine Komödie von Shakespeare sein. Es ist spürbar für den Leser, dass Shakespeares Geist in jeder Seite des Romans steckt.
Zusammengefasst ist "Nur ein Tag" von das Autorin Gayle Forman ein wunder, wunderschönes Buch; es lässt einen tiefsinnig und sehnsüchtig werden und ist dabei zugleich erfüllend.
Bisher mein Lesehighlight des Jahres ! Auf jeden Fall gibt es die volle Punktzahl für Nur ein Tag von mir.

PS: Zu dem Buch Nur ein Tag erscheint zeitgleich das Pendant "Und ein ganzes Jahr" aus der Sicht von Willem, was ich eine super Idee finde! 



1 Kommentar:

  1. Meine Rezension ist auch heute erschienen! Ich fand Band 1 stellenweise soooooo langweilig! Habe nur weiter gelesen, weil ich Band 2 lesen wollte...:-))) LG

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