Donnerstag, 17. Dezember 2015

Rezension: Phantomliebe von Tania Voosen


ISBN:  978-3-646-60180-0
494 Seiten
3,99 EUR 


Inhalt:

Fairley möchte auf einer Party den Laptop des Gastgebers stehlen, in seinem Zimmer angekommen, bemerkt sie, dass sie da nicht die Einzige ist. Auch Sage, eine faszinierender Bad Boy, ist hinter dem Laptop her. Um aus der Bredouille zu kommen, knutschen die beiden zum Schein im Zimmer, als jemand herein kommt. Was für ein Schlamassel! Kurz darauf erfährt Fairley, dass Sage der Bruder ihres Schwarms ist und kurz darauf wird sie von einem über und über mit Blut besudeltem Mädchen verfolgt....aber diese Ereignisse sind alle Firlefanz, wenn man bedenkt, was danach kommt . . . .
Meinung:

Das Cover gefällt mir ganz gut, das Mädchen ist zwar etwas zu artifiziell, aber da es unter anderem auch um Geister geht, passt es ganz gut. Die Schrift und Farbgebung gefällt mir gut und ist ein Hingucker. 
Dies ist eines der wenigen Bücher, bei denen ich stark überlegen musste, wie genau ich denn jetzt diesesa Buch bewerte. Das Buch beginnt ziemlich rasant, der Einstieg ist mit einem anscheinend bevorstehendem Selbstmord sehr gewagt. Als ich bei 10 % des Buches war, habe ich mir gedacht, wenn man die Handlung zusammen fasst, könnte die Person, die sowas hört, denken, man selbst sei auf einem Trip. Die Handlung erscheint insgesamt zwar interessant, aber in ihrem Ablauf in sich nicht sonderlich sinnig. Ich bin kein Fan davon, dass der Protagonist schon sehr früh weiß, was eigentlich los ist und was er ist. Noch dazu hat Fairley mir das Ganze zu gut aufgenommen. Die Situationen wirken dadurch gekünstelt und nicht authentisch. Also der Ablauf der geschichte war überhaupt nicht meins. 
Ganz im Gegenteil zu dem Schreibstil. Ein wahnsinnig guter Schreibstil, der mich gefesselt hat, und wegen dem ich das Buch sehr gerne gelesen habe. Es ist selten, dass ein Schreibstil mich so fesselt. Dieses buch war für mich ein typischer Fall von "die Geschichte ist irgendwie naja...aber es liest sich so gut". Trotz des Mankos "Storyablauf", war ich immer gespannt und gefesselt. Das ist ein Phänomen, welches ich bisher noch nicht hatte. Dabei möchte ich nicht nachdenken, was passiert, wenn die Autorin etwas schreibt zu einer guten, sinnvollen Handlung, dann wäre ich wahrscheinlich völlig Hin und weg.

Nun stellt sich aber auch die Frage wie bewerte ich das Ganze? Wähle ich ein Mittelding?  Sollte diese Pilztriphandlung bestraft werden? Oder sollte der schöne Schreibstil honoriert werden? 

Ich bin eindeutig für das Honorieren. Also gibt es von mir 4 Punkte !



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