Montag, 14. Dezember 2015

Rezension: Ich sehe was, was du nicht liebst von Heike Abidi


ISBN:  978-1503954526
256 Seiten
9,99 EUR Taschenbuch, 4,99 EUR eBook


Inhalt:

In dem Buch geht es um Marlene, sie ist Hausfrau, hat drei Kinder und einen Mann, der selbstständig ist. Ihre Aufgabe ist es, der Familie den Rücken frei zu halten und für Harmonie in der Familie zu sorgen, dass dies auch ganz schön stressig sein kann- nein, davon will die Familie nichts hören, als Marlene mit ihrer Freundin ein Wellness- Wochenende plant. Die Familie tut alles dagegen, damit Marlene nicht geht, von Ignoranz bis hin zum schlechten Gewissen machen, ist alles dabei. Marlene ist standhaft, in letzter Minute entscheidet sie sich jedoch gegen das Wellness- Wochenende und wird prompt unsichtbar. Marlene wird zu einer passiven Zuschauerin, das Entertainment- Programm: ihre Familie, doch leider ist es nicht so lustig, zu erkennen, was genau die eigene Familie über einen denkt. Es gilt heraus zu finden, wie sie wieder sichtbar wird. 


Meinung:

 Das Cover ist total schön, die intensive farbe ist ein Blickfänger, bei dem Buch sieht man sogleich, dass es sich um ein leichtes, unterhaltsames Buch handelt. Der Hund, der Pipi macht kommt auch in der Geschichte vor.  
Das Buch ist in einem lockeren, sympathischen Stil geschrieben, sodass beinahe jede Frau sich mit Marlene sehr gut identifizieren kann. Das Buch ist auf seine leichte Art und Weise ein guter Ausgleich zu einem ernsten Thema, nämlich der Selbstverwirklichung der Frau. Muss man gleich eine Emanze sein, um sich selbst zu verwirklichen? Ist die Tätigkeit der Hausfrau so unrespektabel? Muss eine Frau sich selbst aufgeben, um für Familie und Harmonie zu sorgen? Das alles sind wichtige Fragen, die sich die Frau von heute stellen muss. 
Das Buch arbeitet mit einem Mittel, welches einem relativ selten über den Weg läuft: Mit der Symbolik. In dem Moment, in dem Marlene die Familie über sich selbst stellt, wird sie unsichtbar, genauso unsichtbar wie Marlenes Bedürfnisse für ihre eigene Familie ist. In der Außenwelt wird sie gesehen, kann sich unterhalten, essen etc, doch zuhause ist sie eine stille Zuschauerin, genau wie in ihrem restlichen Alltag, nur, dass sie nicht mehr funktionieren kann. Je mehr Selbstvertrauen sie gewinnt und je mehr sie etwas für sich tun will, desto mehr kann sie ihre Umwelt beeinflussen. Diese Begebenheit ist nicht nur eine Roßkur für Marlene, sie ist auch zugleich ein Mittel sie zu erziehen, zu lernen mehr auf sich selsbt aufzupassen. 

Das Buch hat mich rundum begeistert, es war unterhaltsam, mlocker und einfach zu lesen, mit einer ernsten Thematik, die für die Frau wichtig ist. 
Ich gebe dem Buch daher die volle Punktzahl!


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