Freitag, 14. August 2015

Rezension: Raum von Emma Donoghue


ISBN: 978-3-492-30129-9
416 Seiten


Inhalt:

Jack und seine Mutter leben in Raum, denn der böse Bube Old Nick hat die beiden geklaut. Anfangs weiß Jack nichts davon, doch als es darum geht, zu flüchten in die Freiheit, entwickelt sich ein großes Abenteuer für Jack und seine Mutter.


Meinung:

Das Cover passt sehr gut zu dem Buch, die Buchstaben sind in den Farben geschrieben, die Jack in "Raum" hat. 
Der Schreibstil ist ziemlich konsequent durchgesetzt aus der Sicht des fünfjährigen Jacks, er personalisiert Gegenstände und macht grammatikalische Fehler, was ich am Anfang ja noch amüsant fand, nach etwa 50 Seiten jedoch lästig. In den ersten 150 geht es nur um den Tagesablauf der beiden, da diese sich in einem Raum befinden, kann man sich auf lange Mutter/Kind Diskussionen einrichten, diesen Part fand ich wirklich ermüdend, und wäre das Buch kein Challenge- Buch gewesen, dann hätte ich es nach ca. 100 Seiten abgebrochen. Ab der Planung der Flucht wird das Buch insgesamt spannender und interessanter. Dann kommen noch die verschiedenen Probleme der beiden, die thematisiert werden, was auch noch interessant ist. Das Buch ist absolut konsequent, doch auch das Ende fand ich irgendwie nicht befriedigend. Ich habe mir etwas tiefsinnigeres gewünscht, das Ende lässt das Buch sinnlos erscheinen und ein wenig so, als wäre es nur ein Publikumsmagnet, aber mit der eigentlichen Sache würde es sich nicht außeinenader setzen wollen. Jack und seine Mutter sind zwar sehr gut dargestellt und ihre Gespräche sind gold wert, aber mir fehlt es einfach an sinnvoller Handlung.

Für einen guten Mittelteil, einen langatmigen Anfang und einem enttäuschenden Ende, dafür aber einem konsequenten Stil gebe ich dem Buch 3 Monster.




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