Montag, 3. April 2017

Rezension: Die Prophezeiung der Hawkweed von Irena Brignull übersetzt von Sybille Schmidt


 ISBN:  978-3-7373-5424-0
400 Seiten
17,99 EUR 




Inhalt:

 Ember und Poppy sind keine gewöhnlichen Mädchen in ihrer Welt. Ember lebt im Wald inmitten von einem Hexenzirkel und hat selbst kein Quäntchen Magie in sich, sie fühlt sich absolut deplatziert und kann ihr Leben, so wie es aktuell ist, nicht ertragen. Poppy dagegen lebt wie ein normales Mädchen, und dennoch ist sie so ganz anders als die anderen. Ihr laufen Katzen, Kröten und Spinnen hinterher. Das, was andere als eklig abtun, fasziniert Poppy ungemein. Noch dazu kann sie mit Dingen wie Freundlichkeit, Nähe und Liebe nicht allzu viel anfangen, weswegen sie ihren Vater regelmäßig in den Wahnsinn treibt. Was die beiden nicht wissen, ist, dass sie vertauscht wurden und, dass es für beide einen Platz auf der Welt gibt. Wie es der Zufall so will, begegnen sie sich und aus einer merkwürdigen Freundschaft, wird sehr viel mehr, eventuell die Erfüllung einer alten Prophezeiung? 


Cover:

Das Cover ist etwas eigensinnig, ich mag allerdings den Stil sehr gerne. Detaillierte Zeichnungen haben es mir einfach angetan, der Perlmuttglanz ist ein richtiger Hingucker. Ich finde besondere Cover wie dieses einfach klasse und weiß, dass es Geschmackssache ist.  


 Schreibstil:

Das Buch ist jeweils aus den Perspektiven der beiden Mädchen in der auktorialen Erzählperspektive geschrieben. Das klingt nun erstmal ganz normal, aber ich musste mich dennoch in den Schreibstil etwas einfinden, da sich momentan die Bücher mit Ich-Perspektiven bei mir gehäuft haben. Noch dazu fängt das Buch ziemlich kalt und gemein an, sodass ich schnbell Mitleid mit Poppy und Ember aufgebaut habe im nachgang, der Anfang war daher gewöhnungsbedürftig. Doch es geht immer spannender weiter, der "Tanz" der beiden Mädchen durch die Geschichte, die sich intensiv begegnen und doch wieder so unterschiedlich zu seinb scheinen, ist für mich als Leser sehr präsent gewesen und hat eine eigene Faszination entwickelt. Wie können sie unterscheidliche Charaktere so viele Parallelel aufweisen? Das wurde sehr geschickt von der Autorin eingefädelt. ;-) 


Charaktere:

Ember ist die Liebenswürdigkeit in Person, mit ihrer Naivität hat sie mich sehr schnell um den Finger gewickelt. Sie tut mir leid in ihrer Situation muss sie ganz eklige Dinge tun, die ihr absolut widerstreben und dennoch führt sie ein behütetes Leben mit einer Mutter, die sie liebt. Ember umgibt einfach eine Aura des Glücklichseins, egal in welcher Lebenslage sie sich befindet, scheint sich doch für sie alles zum guten zu wenden.

Anders dagegen ist es bei Poppy, sie hat niemanden, ihre Mutter hat sie sofort abgestoßen und ist verrückt geworden. Ihr Vater gibt sich Mühe,setzt sie jedoch regelmäßig unter Druck. Irgendwie scheint Poppy nie Glück zu haben, der einzige Hoffnungsschimmer: Ember und eventuell die Liebe zu einem jungen Mann, doch für wen wird er sich entscheidn? Für Poppy oder Ember? 


Fazit

Das Buch "Die Prophezeiung der Hawkweed" hat mir, trotz Startschwierigkeiten gut gefallen. Konsequente, tiefgehendere Charaktere und ein herausragendes Ende mit einem kleinen, netten Twist, konnten mich vollends überzeugen eine Leseempfehlung auszusprechen. 

Von mir gibt es vier Monsterpunkte! 


 


1 Kommentar:

  1. Hallihallo :)

    Bei mir hat das Buch die gleiche Bewertung bekommen, da mir die Geschichte ebenso gut gefallen hat wie dir. Allerdings bin ich mit der Liebesgeschichte so garnicht warmgeworden, die meiner Begeisterung letzten Endes auch einen ganz schönen Dämpfer verpasst hat!

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal

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