Donnerstag, 25. August 2016

Rezension: George von Alex Gino übersetzt von Alexandra Ernst


ISBN 978-3-7373-4032-8
208 Seiten
14,99 EUR 



Inhalt:

Der 10 jährige George ist nicht das, was er zu sein scheint. Irgendetwas ist an ihm anders, denn George möchte kein Junge sein, er weiß ganz genau, dass er eigentlich ein Mädchen ist und dass nur irgendetwas ganz schrecklich schief gelaufen sein muss, weil er nun im Körper eines Jungen steckt. Doch wem soll George das sagen? Wer kann helfen? DIe beste Freundin ? Die Mutter? Dann findet George den idealen Zeitpunkt zum Geständnis: die Schulaufführung! Dort will George eine weibliche Rolle besetzen. 
Damit es nicht zu Verwirrungen kommt, aus Respekt vor George und der transgender Gemeinschaft, werde ich von "ihr" sprechen, statt von "ihm". 
Meinung:

Das Cover

Das Cover ist, wie in der amerikanischen Ausgabe sehr schlicht gehalten. Es erinnert ein wenig an das Cover von "Raum", die Farbwahl ist gut gewählt sie geht von den maskulineren Farben über in die femininen Farben ( falls es sowas überhaupt gibt ;-) )Auf den ersten Blick kommt man also zunächst nicht darauf, dass es sich hierbei um ein transgender Buch handelt, auf dem zweiten Blick allerdings schon. 
Die Story

Die Geschichte ist inhaltlich nicht allzu umfassend, bietet allerdings an Thematik umso mehr Stoff zum Nachdenken und Besprechen. Ich denke, man wird in der nächsten Zeit immer mehr Bücher in den Händen halten mit dem Thema Transgender, da dieses brandaktuell ist. Ein kleines Mädchen im Körper eines Jungen, das Hilfe sucht, in der Mitte auf Ablehnung stößt aber am Ende findet sie Menschen, die zu ihr helfen. Dies sind Bücher, die Mut machen sollen und gerade deswegen haben sie einen Platz in Bibliotheken, Schulen, Buchhandlungen verdient. Ich habe die Geschichte als niedlich empfunden, obwohl dahinter ein großes Thema steckt, dass auch viel mit Toleranz, Emotionalität, Psychologie und Schmerzen zu tun hat, dies hat die Autorin sehr gut hinbekommen. Die dunklen, ernsten Töne sind zwar da, aber sie sind so dezent, dass das Buch nicht seine Leichtigkeit verliert und somit auch für Kinder gut geeignet ist.
Die Charaktere

George ist wirklich herzallerliebst.  Ihr innerer Konflikt ist gut nachvollziehbar und obwohl die Grundsituation so verwirrend erscheint und auch für mich fremd war, ist die kleine George authentisch, ich konnte sie mir gut in allen Dingen vorstellen, da ihre Handlungen mit viel Liebe und Tiefe beschrieben wurden. 
Ihre beste Freundin Kelly ist die mutigere und extrovertiertere von den beiden, sie ist auch süß und ich bewundere ihre freie Art, ich denke auch für Kinder ist diese Thematik nicht so einfach zu verstehen. 
George hat wirklich Glück gehabt mit ihrem Bruder, auch wenn er eklig ist und ein Draufgänger, so akzeptiert er seine etwas andere Schwester bedingungslos. Einzig die Mutter macht Probleme, was von der Autorin auch gut gewählt wurde, denn dies ist kein Thema, womit alles Friede Freude Eierkuchen abläuft, es muss auch Widersacher geben, um die Kinder vorzubereiten, die Mutter ist zwar strenger aber am Ende wird sie schon das tun, was für George am besten ist. 

Fazit

George ist ein süßes Buch, da den Kindern Mut machen soll, die sich im falschen Körper fühlen. Mit dem dezenten, liebevollen Schreibstil hat die Autorin bei mir gepunktet, die süße Geschichte hat bei mir seinen Rest getan. Ich bin absolut dafür, dass George auch in Schulen etc. ins Repertoire aufgenommen wird.
Daher vergebe ich vier Punkte an dieses Buch!







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