Freitag, 28. September 2012

Katzenmond von Christine Anlauff




Die Wege von Kater Serrano und Hauptkommissar Liebermann treffen sich wieder ! Bei Serrano ist es sogar seine eigene Tochter, die vergiftet wurde, was eigentlich gar nicht sein kann, da sie immer schon sehr misstrauisch war. Bei Liebermann ist es eine mysteriöse Wasserleiche, deren Umstände oder eher gesagt Zustände widersprüchlich sind. Noch dazu kommt, dass irgendein Spuk von einem neu hinzugezogenen Mädcheninternat der anderen Sorte ausgeht. Die "Aphrodite" lehrt Liebeskunst, hat allerdings ein strenges Männerverbot und wird beherrscht von dem starken Regime einer Elsa Laurant. Irgendwie scheint dennoch die Aphrodite der Dreh und Angelpunkt dieses Falls zu sein.

Serrano ist so wie auch beim letzten Mal ein großartiger Kater, stolz, intelligent mit vielen Verbindungen, ein echt überlegener Typ, der seinem Sohn Cäsar den Platz als Princeps freigeräumt hat, und obwohl Serrano etwas eingestaubt zu sein scheint, hat er noch ziemlich viel in petto. Dieses Mal weiß man nicht genau, was Serrano eigentlich weiß, das war beim letzten Band "Katzengold" anders, dafür war es umso spannende.

Hauptkommissar Liebermann tritt demnächst einen neuen Job an, er wird Hauptkommissar der Mordkommission, beginnt aber mit seinen Recherchen bereits vor seinem eigentlichen Antritt. So zuverlässig Liebermann auch ist...in Wahrheit ist er ein richtiger Crack in puncto Ermittlungen...umso unzuverlässiger ist er im privaten Bereich, wenn es um seine Tochter und Partnerin geht.

Das klingt doch nach einem interessanten Gespann, oder? In einem sind sich beide nämlich einig: Serrano mag die Menschen nicht, und Liebermann mag keine Katzen.

Meinung:
Ein spannendes Buch, es ist flüssig zu lesen und wirklich ausgetüftelt. Mir gefällt vor allem der eingeflochtene Humor, der allerdings nie ganz so krass in Vordergrund tritt, als dass man das Buch nicht mehr ernst nehmen könnte. Mir gefallen auch die "interkulturellen Grenzen", die die Autorin zieht. Die Katze versteht den Menschen nicht, der Mensch ja auch nicht die Katze, dennoch reden die Katzen untereinander, außerdem haben beide eine völlig andere Denkweise. Das ist ein guter Kompromiss für einen Katzenermittler, da die Geschichte nicht zu abgedreht wird. Ist ja kein Fantasyroman ;-)
Mir hat Katzenmond insgesamt besser gefallen als Katzengold, es ist raffinierter geschrieben und das Buch hat auch immer einen gewissen Mindestspannungspegel.

Deshaaaaalb vergebe ich 5 Monster für Katzenmond ! Noch dazu möchte ich mich ganz herzlich bei lovelybooks.de und bei der Autorin Christine Anlauff für das Rezensionsexemplar bedanken !


Kommentare:

  1. Eine schöne Rezi! Ich nehme meistens eher Abstand von Büchern in denen Tiere mitspielen, ich weiß auch nich irgendwie finde ich das komisch aber dieses Buch werde ich mal auf meine Wunschliste packen, denn du hast es irgendwie geschafft, dass ich neugierig geworden bin ;)
    LG
    Anni

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    1. Ja also, ich finde das auch sehr schwer und meistens gewöhnungsbedürftig, die meisten Katzenromane, die ich bisher gelesen habe, waren auch eher schlecht als recht. Aber dadurch, dass in diesem Buch gewisse Grenzen eingehalten werden, finde ich es sehr gut gelungen =)

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